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Newsletter, Mai 2021

Mein „geplanter Shoppingtag“

Vor ein paar Tagen stellte ich fest, dass meine Laufschuhe wohl endgültig ihre besten Tage hinter sich haben und es an der Zeit war, die Schuhe durch ein neues Paar zu ersetzen. Dank zielgerichteter Werbung im Internet, wusste ich bereits, was für Laufschuhe ich mir kaufen wollte. Da ich aber die Schuhe zuerst anprobieren und allfällige Beratung in Anspruch nehmen wollte, suchte ich im Internet nach einem Laden in meiner Nähe, der dieses Produkt anbot. Alles sollte perfekt geplant sein….!

Am Wochenende ging ich in den Laden und kaufte mir die Schuhe. Aber trotz des festen Vorsatzes nur dieses eine Paar Schuhe anzuschaffen, kaufte ich zusätzlich Sonnencreme, Desinfektionsmittel, ein schnelltrocknendes T-Shirt und einen faltbaren Regenschutz. Was genau ist hier passiert?

Ich liess mich zu sogenannten Impulskäufen verleiten. Als ich gelangweilt in der Warteschlange an der Kasse stand, sind mir die bunten Sonnencremen und die kleinen, praktischen Desinfektionsmittel aufgefallen. Plötzlich hatte ich das Bedürfnis, mich für den bevorstehenden Sommer mit Sonnencreme und Desinfektionsmittel einzudecken. In diesem konkreten Beispiel machte sich der Ladenbesitzer den Umstand des Wartens an der Kasse, die zielgerichtete Platzierung der Produkte neben der Kasse und die Assoziation eines angeblichen Bedürfnisses zu Nutze.

Ja und wie landete das T-Shirt und der Regenschutz in meinen Warenkorb?

Als ich den Laden betrat, wollte ich eigentlich direkt zu den Laufschuhen zusteuern. Aber trotz dieses Vorhaben, zog es mich nach rechts in Richtung Damenbekleidung und mein Auge erfasste sofort die sportlichen T-Shirts und den Regenschutz. Ich wurde von dem sogenannten Rechtsdrall geleitet. Beinahe 70 % aller Kunden wählen rechts, wenn sie einen Laden betreten. Unmerklich zieht es die meisten Konsumenten nach rechts. Auch der Blick und das Greifverhalten geht in diese Richtung. Die linke Gehirnhälfte steuert die Bewegungsabläufe der rechten Körperseite und die rechte Gehirnhälfte steuert die Bewegungen der linken Körperhälfte. In Bezug auf Bewegung ist bei den meisten Menschen die linke Gehirnhälfte die dominierendere Hälfte. Also ist es nachvollziehbar, wieso es mich beim Betreten des Ladens unmerklich nach rechts zog.

Diese kleine Geschichte beschreibt das Wirkungsfeld des sogenannten Neuromarketings. Diese Art von Marketing nutzt die Erkenntnisse aus neurowissenschaftlichen Studien. CAPELLE vc GmbH hilft Ihnen gerne dabei, Ihren Laden gemäss diesen Studien so einzurichten, dass der Kunde das optimale Einkaufserlebis geniessen kann und sie entsprechend ihren Umsatz steigern können.

Autor: Annette Capelle

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